Aktuelle Tendenzen in der Rechtsentwicklung Chinas

Prof. Dr. Georg Gesk, Universität Osnabrück

Die Betrachtung der rechtlichen Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre in der VR China zeigt, dass das Land sich in normativer und institutioneller Hinsicht mit hoher Dynamik verändert. Der Vortrag konzentriert sich auf drei wichtige Bereiche der aktuellen Rechtsentwicklungen: die Neuordnung des politisch-institutionellen Rahmens, wie er im Verfassungsrecht deutlich wird; den Versuch einer Normierung der KPCh selbst, welcher diese nicht nur auf Xi Jinping hin orientiert, sondern der die arbiträre Ausübung von Macht eingrenzt; und die weitergehende Normierung der Gesellschaft durch ein allgemeines Zivilrecht, was durch die Einführung neuer Konzepte die Voraussetzungen und Möglichkeiten für die Durchsetzung eben dieser Konzepte (Stichwort: ökologische Grundordnung) schaffen soll.

Prof. Dr. Georg Gesk ist seit 2015 Inhaber des Lehrstuhls für chinesisches Recht an der Juristischen Fakultät der Universität Osnabrück. Weiterhin versieht er Lehraufträge im Nebenamt u.a. an der School of Criminal Justice der China University of Political Science and Law, Peking, und der Law School der National Taiwan University, Taipeh. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen rechtliche Systembildung und Institutionenbildung, Justiz- und Strafrechtsreform, Wirtschaftsstrafrecht und Wirtschaftsrecht sowie den Rechtsvergleich insbesondere des chinesischen und deutschen Rechts, aber auch des chinesischen Rechts mit anderen Rechtssystemen Ostasiens.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 30. November 2020, 18.15 Uhr online über die Plattform Cisco WebEx statt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Nach Anmeldung senden wir Ihnen einen Zugangslink und Zuschaltdaten zum Termin zu. Anmeldung unter: anmeldung@konfuziusinstitut-berlin.de

30. November 2020, 18.15 Uhr

Online-Veranstaltung