Ausstellungen

Luft, Wasser und Erde
Malerei

SONGWEN SUN-VON BERG 孙颂文

Luft, Wasser und Erde gehören zu den Grundelementen menschlichen Lebens. Der gezeigte Aquarell- und Ölzyklus spiegelt die Begegnung und Wechselwirkung dieser Natur-/Kulturelemente. Stilistisch erkundet die Künstlerin den Raum zwischen klassischer chinesischer Tuschezeichnung und zeitgenössischer westlicher Malerei. Mit ihrer aufs Äußerste reduzierten und konzentrierten Bildsprache hat sie Werke der Stille und Klarheit geschaffen. Songwen Sun-von Berg, geboren 1968 in Shanghai, erhielt in China eine klassische Ausbildung in Kalligraphie und Zeichnen. Seit 1991 lebt und arbeitet sie in Berlin.

15. November 2012 bis 7. Februar 2013


Den Gottheiten der Erde und des Feuers zu Ehren
Fotoausstellung

JIANG FEIPENG 姜飞鹏

Der Fotograf Jiang Feipeng hat im Februar 2012 in der Kreisstadt Long (Provinz Shaanxi) ganz besondere traditionelle Bräuche zum chinesischen Neujahrsfest fotografiert. Die von allen Einwohnern getragene ländliche Feier beginnt mitten in der Nacht mit dem Schminken und Verkleiden. An der Prozession für die Gottheiten des Feuers und der Erde nehmen Kinder und Alte in prächtigen Kostümen – als Affenkönig und General, als Stelzenläufer und Akrobaten – teil.

Jiang Feipeng stammt aus Xi’an und hat an der Hochschule der Künste Bremen eine Ausbildung in Design und Fotografie absolviert. Seine großformatigen Aufnahmen werden durch Erläuterungen zur Bedeutung der Neujahrsbräuche und ihrer Symbolik ergänzt.

14. Februar bis 14. März 2013


Der neunfarbige Hirsch
Malerei und Illustrationen

YANG YAXIN 杨亚欣

Die in Berlin lebende Künstlerin Yang Yaxin präsentiert Bilder und Illustrationen aus ihrem 2009 erschienenen Kinderbuch "Der neunfarbige Hirsch". Ihre Bilder entstehen in einer gekonnten Mischung aus traditioneller Malerei auf Reispapier und moderner Computertechnik. Ihre Themen und Motive greifen auf chinesische Mythen und Legenden zurück, spiegeln die Verbundenheit von Mensch und Natur und spielen mit chinesischer Zahlen- und Farbsymbolik. Yang Yaxin ist 1977 in Peking geboren. Sie hat Malerei an der Kunstakademie Peking und Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg studiert. Sie wird von der Berliner Galerie Ida Illuster vertreten.

21. März bis 23. Mai 2013


Momente der Begegnung / Moments of Encounter
Gruppenausstellung

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten, die das Thema "Momente der Begegnung" widerspiegeln. Mit dem doppelten Blick als Besucher und als in Berlin lebende Künstler zeigen die vorgestellten Werke den Moment der Begegnung. Mal sind die Begegnungen ganz realistisch, die Orte lassen sich definieren; und doch ist es der persönliche Blick, mit dem die Maler diese Begegnung inszenieren.

Mit Lebensläufen und zahlreichen farbigen Abbildungen der Werke von: Chen Rong 陈容, Li Tingwei 李亭葳, Songwen Sun-von Berg 孙颂文, Tao Ling 陶岭, Wang Chen 王纯, Wang Lan 王兰, Wang Qibiao 王绮彪 und Zan Hong 昝虹.

Eine Jury (Jian Ce, Dr. Steffen Paul, Ekkehard Stoevesand und Dagmar Yu-Dembski) hatte die Werke der Künstler und Künstlerinnen ausgewählt, nachdem diese der Ausschreibung des Konfuzius-Instituts gefolgt waren.

Finissage und Podiumsdiskussion:
Wir laden zur Finissage und zum Gespräch zwischen Künstlern, Galeristen und Kuratoren untereinander und miteinander: Gibt es eine chinesische Kunstszene in Berlin? Künstler jenseits von offizieller Förderung? Ist ein spezifischer künstlerischer Trend erkennbar? Wir verstehen diese Finissage auch als Möglichkeit sich kennenzulernen, evtl.ein Netzwerk zu schaffen und andere Kunstprojekte anzustoßen.


Podiumsgäste:
Steffen Paul (Galerist)
Andreas Schmid (Künstler und Kurator)
Songwen Sun-von Berg (Künstlerin) und
Dagmar Yu-Dembski (Kuratorin)

13. Juni bis 29. August 2013

An Großvaters Hand

CHEN JIANGHONG 陈江洪

Der in Tianjin geborene Maler, Illustrator und Autor Chen Jianghong lebt seit 1987 in Paris und ist für seine Kinderbücher, u.a. „Han Gan und das Wunderpferd“ und „Der Tigerprinz“, mehrfach ausgezeichnet worden: mit dem deutschen Jugendliteraturpreis 2005, dem Rattenfänger Literaturpreis sowie dem Luchs Kinder- und Jugendbuchpreis 2006.

In seinem 2009 auf Deutsch erschienenen Buch "An Großvaters Hand" schildert und illustriert er gefühlvoll und farblich eher verhalten seine Kindheit in China. Die Ausstellung zeigt Chens chinesische Bilderwelt aus dem Blickwinkel eines Jungen an Großvaters Hand.


Vernissage in Anwesenheit des Künstlers. Mit Büchertisch und Signierstunde.
Abbildung: Chen Jianghong, "An Großvaters Hand", © Moritz Verlag, Frankfurt am Main 2009

12. September bis 17. Oktober 2013

Dreihundert Jahre Chinesisch in Deutschland
Annäherungen an ein fernes Land

SCHWERPUNKTVERANSTALTUNG ZUM DEUTSCH- CHINESISCHEN SPRACHENJAHR 2013/14

Als Schwerpunktprojekt widmet sich die Ausstellung der langen Geschichte der Befassung mit chinesischer Schrift und Sprache in Deutschland. Sie beginnt mit den ersten Versuchen der Aneignung chinesischer Texte durch deutsche Gelehrte unter dem Großen Kurfürsten, skizziert Leibniz’ und Wilhelm von Humboldts Sicht auf das Chinesische im 18. und 19. Jahrhundert und schildert die Einrichtung der ersten Professur für Modernes Chinesisch im Seminar für Orientalische Sprachen an der Berliner Universität im Jahre 1887. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wird die Professionalisierung des Faches weitergeführt: Immer mehr Universitäten richten Professuren für Chinesisch ein, die Zahl der Studierenden wächst enorm, und seit Ende der 1990er Jahre kommt es auch zu einer Etablierung des Chinesisch-Unterrichts an Schulen.

Bei den Annäherungen an China, seine Geschichte, Kultur und gegenwärtige Lage, hat die Sprache bis heute große Bedeutung. Abbildung: Portrait des Großen Kurfürsten, Berlin 1685 © SBB-PK


24. Oktober bis 28. November 2013

China-Mode, China-Chic
Kulturgeschichte der chinesischen Mode

Die Ausstellung begibt sich auf die historische Suche nach Moden und Formen chinesischer Kleidung. Gezeigt wird der Einfluss technischer Entwicklungen auf Material und Schnittformen, die Symbolik von Mustern und Knebelknöpfen und die Bedeutung von Kleidung als sozialem Status. Ein eigenes Thema bilden Wandel und westlicher Einfluss auf das typische chinesische Etuikleid, den Qipao oder Cheungsam. Die Ausstellung wird mit einer kleinen Modenschau eröffnet.

5. Dezember 2013 bis 7. Februar 2014


Veranstaltungsprogramm –
Auswahl