
The regime change of 1949 spurred enormous social and cultural transformations in China. There were two prevalent schools regarding the interpretation and evaluation of literature and arts around 1949 in the PRC. One traditional school of research prevalent from the 1950s to the 1980s in the PRC asserted that modern Chinese literature before 1949 evolved into socialist literature immediately after 1949; this was regarded as a cultural progress. Another school, from the late 1980s, described the evolution to socialist literature as degeneration, accentuating victimization from political violence and repression in literature.
My book disputes both established views by re-depicting and re-evaluating the literary process by investigating the transformation of Shanghai culture from 1949 to 1956. I argue that the transitional process of culture was full of conflict, negotiation and hybridization between political forces, market forces and intellectual forces.
Du Ying is Associate professor at the Chinese Language and Literature department of East China Normal University and is currently DRS COFUND Postdoctoral Fellow, Institute of Chinese Studies at Free University of Berlin.
Vortrag in englischer Sprache
R. 203 (großer Hörsaal)
中国哲学历来是关注人生和政治问题的,并且往往向上追寻到伦理道德的层面。这方面的典型代表是中国的儒家学派。老子哲学的特点是突破了上述框架,扩展了思考的范围,由人生、政治及伦理道德延伸到整个宇宙,呈现出一种终极追寻,一种中国式的终极追寻。
宋绍年,男,曾任北京大学中文系古代汉语教研室主任,从1981年以来一直从事古代汉语和汉语语法史的研究、教学工作。
Song Shaonian ist Professor für chinesische Sprache und klassisches Chinesisch am Institut für chinesische Sprache und Literatur an der Peking Universität. Er ist Experte für die Geschichte der chinesischen Sprache und Grammatik.
Vortrag in chinesischer Sprache
R. 203 (großer Hörsaal)
R. 203 (großer Hörsaal)
Ein halbes Jahr nach dem jüngsten Parteikongress diskutiert die Referentin, vor welchen Herausforderungen Chinas neue Führungsgeneration steht und inwiefern sie zu ihrer Bewältigung besser aufgestellt ist als ihre Vorgänger. Nach dem letzten Führungswechsel hatten Hu Jintao und Wen Jiabao zwar Reformen versprochen – ein umwelt- und sozialverträglicheres Wirtschaftswachstum, Nachhaltige Entwicklung und „Harmonische Gesellschaft“ wurden zu neuen Schlagworten – diese aber nur zum Teil einlösen können. Die Konsenskultur der KP hat echte Reformen verhindert, und drängende Probleme wie fehlende soziale Sicherungssysteme, Aufenthaltsregelungen für Wanderarbeiter, das Stadt-Land-Gefälle, Umweltschutz, sowie fehlende innerparteiliche Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bestehen weiter.
Anja-Désirée Senz, Politikwissenschaftlerin und Chinaexpertin, war mehrere Jahre an der Universität Duisburg-Essen tätig und ist seit 2009 geschäftsführende Direktorin des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr. Ihre wissenschaftliche Arbeit zu China erstreckt sich auf den Institutionenwandel, politische Entscheidungsprozesse, ethnische Minderheiten sowie chinesische Außenpolitik.
R. 203 (großer Hörsaal)
Um der Verschärfung regionaler Disparitäten entgegenzutreten, sind in den letzten Jahren seitens des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas verschiedene Maßnahmen ausgearbeitet und ergriffen worden, die Kluft zwischen aufstrebenden industrialisierten Regionen und zurückgebliebenen agrarisch geprägten Regionen nicht weiter wachsen zu lassen. Einmal mehr stehen ‘Nomaden’ als Objekte bzw. Subjekte von Entwicklungsmaßnahmen im Fokus zentralstaatlicher Planung. ‘Modernisierung um jeden Preis’ bedeutet die konsequente und pragmatische Umsetzung von Sesshaftmachung in der Inneren Mongolei, Tibet und Xinjiang. Welche Auswirkungen solch ein Modernisierungsverständnis nach sich zieht, wird im Vortrag am Beispiel der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang thematisiert. Zentrale Stichworte sind in diesem Zusammenhang die Begriffe Autonomie und Ansiedlung. Beide Termini verbinden Personen mit Orten. Die Anwendung eines Autonomie-Konzeptes bezieht sich vor allem auf den Umgang mit ethnischen Minderheiten bzw. Nationalitäten; die Ansiedlung mobiler Gruppen bzw. Nomaden oder Pastoralisten betrifft ein Segment dieser Minderheiten.
Hermann Kreutzmann ist Humangeograph und Direktor des Instituts für Geographische Wissenschaften und des Centre for Development Studies an der Freien Universität Berlin. Seine Forschungen beziehen sich regional auf Zentral- und Südasien, inhaltlich auf Politische Geographie und Entwicklungsforschung, Minderheiten und Migration sowie Mensch-Umwelt-Beziehungen.
R. 203 (großer Hörsaal)
Im Sinne der übergeordneten Agenda chinesischer Softpower engagieren sich chinesische Medien verstärkt in Afrika. Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua hat mittlerweile mehr Büros auf dem Kontinent als jede andere. In absehbarer Zeit sollen 100 chinesische Korrespondenten in Afrika tätig sein. Anfang 2012 wurde in Nairobi die neue China Central Television (CCTV)-Afrika-Sendezentrale eingeweiht, von der aus das Korrespondentennetz gesteuert werden soll. Nicht zuletzt investieren chinesische Telekommunikationsunternehmen wie Huawei und ZTE in vielen Ländern Afrikas in deren Telekommunikations-Infrastruktur. Welche Zielsetzungen und Konsequenzen sind mit der chinesischen Medienoffensive in Afrika verbunden?
Sergio Grassi ist im Afrika-Referat der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Länder Simbabwe, Mosambik, Namibia und Angola zuständig und Medienkoordinator der Internationalen Abteilung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Zuvor war er vier Jahre lang für die FES Peking tätig. Er hat Volkswirtschaft und Sinologie in Berlin und Peking studiert.
R. 203 (großer Hörsaal)
An ausgewählten Fallbeispielen stellt der Vortrag verschiedene Typen ländlicher und städtischer sozialer Proteste vor und analysiert deren Träger(schichten), Hintergründe und Ursachen. Dabei geht es auch um die Frage, ob – und gegebenenfalls in welchem Sinne – diese Proteste als Formen öffentlicher Partizipation zu verstehen sind und weiter, welche Rolle die chinesische Regierung (auf unterschiedlichen Ebenen), die (neuen) Medien und die Zivilgesellschaft hierbei spielen.
Bettina Gransow ist Professorin für Gesellschaft und Politik des modernen China an der Freien Universität Berlin. Zu ihren gegenwärtigen Forschungsschwerpunkten zählen Migrantensiedlungen und Megastadtentwicklung in China, freiwillige und unfreiwillige chinesische Migrationen, NGOs und zivilgesellschaftliche Entwicklungen in der VR China, sowie Sozialverträglichkeitsprüfungen chinesischer Infrastrukturprojekte.
R. 203 (großer Hörsaal)
Shi Mingde bekleidet seit August 2012 als Nachfolger von Wu Hongbo das Amt des chinesischen Botschafters in Berlin. Er kam vor genau 40 Jahren zum Studium nach Ost-Berlin, trat anschließend in den chinesischen diplomatischen Dienst ein und hat seitdem mit Unterbrechungen mehr als 20 Jahre in Deutschland, im Osten wie im Westen verbracht, die Wende in Berlin miterlebt und die Beziehungen zwischen China und Deutschland mitgestaltet. Shi Mingde spricht fließend Deutsch.
R. 203 (großer Hörsaal)
Der Nobelpreis für Literatur ging 2012 an den chinesischen Schriftsteller Mo Yan. Obwohl eine vergleichsweise große Zahl seiner Romane ins Deutsche übersetzt ist, war die Reaktion der Medien auf die Entscheidung des Nobelpreiskomitees nicht immer von einer informierten Auseinandersetzung mit seiner Literatur geprägt. Unter Hinweis auf sein Auftreten während der Frankfurter Buchmesse 2009 wurde er als parteioffiziell abgestempelt. In dem Vortrag wird am Beispiel Mo Yans die schwierige Rezeption der modernen chinesischen Literatur in Deutschland diskutiert und Mo Yans Werk als Beispiel für die schwierige Erinnerungsarbeit in der VR China vorgestellt.
Susanne Weigelin-Schwiedrzik ist Universitätsprofessorin für Sinologie am Institut für Ostasienwissenschaften sowie Vizerektorin für Forschung und Nachwuchsförderung und erste Stellvertreterin des Rektors an der Universität Wien. Zu ihren Spezialgebieten gehören Moderne chinesische Geschichte und Historiographie, Moderne chinesische Politik, besonders good governance sowie Moderne chinesische Ideengeschichte und die Rolle der Intellektuellen.
R. 203 (großer Hörsaal)
Die „Gruppe ohne Namen“ gehörte zu den ersten unabhängigen Künstlergruppen in China, die ihre Werke nach Beginn der Reformperiode 1979 ausstellen konnten. Der Vortrag beschreibt, wie die Maler während der Kulturrevolution außerhalb des staatlichen Systems in den Parks und Straßen von Peking arbeiteten. Nach dem Ende der weitgehenden kulturellen Isolation wurde in China eine Vielzahl von Formen moderner Kunst praktiziert. Die Gruppe zerbrach schließlich daran, dass ihre Mitglieder verschiedene Alternativen wählten.
Der Vortrag basiert auf einem Beitrag zu dem Band "Negotiating Difference. Chinese Contemporary Art in the Global Context", hg. von Birgit Hopfener, Franziska Koch, Jeong-hee Lee-Kalisch und Juliane Noth, VDG Weimar, 2012. Mit Buchpräsentation.
Juliane Noth leitet das Forschungsprojekt „Landschaft, Kanon und Intermedialität in der chinesischen Malerei der 1930er und 1940er Jahre“ am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Kunstgeschichte der Mao-Zeit, insbesondere der 1970er Jahre.
R. 203 (großer Hörsaal)
When it was established in 1949, the revolutionary People's Republic of China was presented with an enormous range of problems; after nearly half a century of incessant warfare and dislocation, how to establish a set of state institutions that were both credible and revolutionary. This lecture considers the revolutionary state's actions in two very different, and very important arenas: land and food supply. Specifically, it contrasts the regime's theatrical tactics to mobilize the bureaucracy and popular opinion in the heavily stage managed land reform campaigns with its resort to old fashioned rhetoric of nourishing the people and stabilizing the prices and supplies of rice for urbanites, as it deployed a set of tactics to destroy markets and vastly expand the institutions of state control over every stage of rice supply. In both of these cases, these tactics were informed by a desire to thoroughly remake Chinese state and society, even as they betrayed deep links to the past.
Julia C. Strauss ist Dozentin für Politische und Internationale Studien an der School of Oriental and African Studies der Universität London und Mitherausgeberin der Fachzeitschrift The China Quarterly. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Institutionenbildung und Governance in China, Lokalverwaltung und Umweltpolititk in China sowie Chinesische und Taiwanesische Innenpolitik.
Vortrag in englischer Sprache
R. 203 (großer Hörsaal)