Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin
 

Kino im Konfuzius-Institut

Galerieraum 102b oder Raum K10/11, Teilnahme kostenfrei, ohne Anmeldung

Der Schwertkampffilm als Kunst –
Regisseur King Hu

Im Jahr 2001 lief Ang Lees "Tiger & Dragon" auch in Deutschland mit phänomenalem Erfolg in den Kinos. Nur wenigen Zuschauern dürfte bewusst gewesen sein, dass der chinesische Wuxia- oder Schwertkampffilm auch früher schon ästhetisch anspruchsvolle Werke hervorgebracht hatte. Diese Reihe widmet sich Hu Jinquan (胡金铨) aka King Hu, einem der großen Innovatoren des Genres.

Das Schwert der gelben Tigerin
Come Drink with Me
大醉侠

[Deutsche Fassung / Hongkong 1966 / 91 min / FSK 16 / Regie: King Hu]

Hus erster Wuxia-Film erneuerte das lahmende Genre durch tänzerische Kampfszenen und einen am japanischen Samuraifilm orientierten Spannungsaufbau. "Das Schwert der gelben Tigerin" wurde ein großer Erfolg bei Kritik und Publikum und gilt heute als Klassiker. Cheng Pei-pei, eine der bedeutendsten Schwertkampfdarstellerinnen aller Zeiten, wurde durch diesen Film entdeckt.

Donnerstag, 26. Januar 2012, 18 Uhr

Die Herberge zum Drachentor
Dragon Gate Inn
龙门客栈

[Deutsche Fassung / Taiwan 1967 / 111 min / FSK 16 / Regie: King Hu]

Dank seines kammerspielartigen, spannungsgeladenen Settings sowie des bahnbrechenden Einsatzes von Wireworks wurde dieser Film bei den Hong Kong Film Awards 2005 unter die zehn besten chinesischsprachigen Filme aller Zeiten gewählt.

Donnerstag, 23. Februar 2012, 18 Uhr

Ein Hauch von Zen
A Touch of Zen
侠女

[Deutsche Fassung / Taiwan 1971 / 187 min / FSK 12 / Regie: King Hu]

Hus hochphilosophisches Meisterwerk gewann den Technikpreis in Cannes und enthält den legendären Kampf im Bambuswald, der sowohl für "Tiger and Dragon" als auch für "House of Flying Daggers" Pate stand.

Donnerstag, 29. März 2012, 18 Uhr

Chinesischer Zeichentrick

Der Zeichentrickfilm wird im Kontext Ostasiens in der Regel zuerst mit japanischen Anime in Verbindung gebracht. Doch auch China hat eine bedeutende Tradition auf diesem Gebiet. Wir zeigen drei Filme aus sehr unterschiedlichen Zeitperioden, die aufgrund ihrer tricktechnischen Innovation, ihrer Wirkungsgeschichte und ihrer Bezüge zu chinesischer Literatur und Geschichte auch für Erwachsene von Interesse sind.

Princess Iron Fan
铁扇公主

[Chin. Fassung / China 1941 / 73 min / Regie: Wan Guchan, Wan Laiming]

Der erste Trickfilm der chinesischen Filmgeschichte aus der Feder der stilbildenden Wan-Brüder greift eine Episode aus dem klassischen chinesischen Roman "Die Reise nach Westen" auf: Der Affenkönig Sun Wukong entwindet der titelgebenden Göttin mit List ihren magischen Fächer, mit dessen Hilfe der Mönch Xuanzang und seine Begleiter eine gefährliche Bergkette überwinden können.

Donnerstag, 26. April 2012, 18 Uhr

Der König der Affen
Uproar in Heaven
大闹天宫

[Chinesisch mit englischen Untertiteln / Volksrepublik China 1961/64 / 87 min / Regie: Wan Laiming]

Die atemberaubende Farbenpracht und zukunftsweisende Animation machen diesen Film zum wohl berühmtesten Trickfilm Chinas. Er erzählt die Geschichte des Affenkönigs Sun Wukong und seiner Rebellion gegen den Jadekaiser, die ebenfalls der "Reise nach Westen" entstammt. 1965 im Kino gezeigt, gilt er als einer der letzten großen Filme vor dem Ausbruch der Kulturrevolution.

Donnerstag, 31. Mai 2012, 18 Uhr

A Jewish Girl in Shanghai
犹太女孩在上海

[Chinesisch mit englischen Untertiteln / Volksrepublik China 2010 / 80 min / Regie: Wang Genfa, Zhang Zhenhui]

Der erste chinesische Film, der sich mit dem Holocaust und den jüdischen Flüchtlingen in Shanghai auseinandersetzt, wurde sowohl in China als auch international positiv aufgenommen und für Preise in China und Israel nominiert.

Donnerstag, 28. Juni 2012, 18 Uhr

Nahaufnahme China
Dokumentarfilmreihe

Alle Dokumentarfilmreihe werden in Anwesenheit der RegisseurInnen und/oder von ExpertInnen gezeigt, welche dem interessierten Publikum im Anschluss zum Gespräch zur Verfügung stehen.

Wandlungen – Richard Wilhelm und das I Ging

[dt. Fassung / Schweiz/Deutschland/China 2011 / 87 min / Regie: Bettina Wilhelm / mit Beiträgen von Richard Smith, Henrik Jäger, Sonu Shamdasani]

Richard Wilhelm (1873-1930) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Sinologen und ist vor allem für seine Übersetzungen der Klassiker der chinesischen Philosophie bekannt. Die Regisseurin und Enkelin des Sinologen, Übersetzers und Kulturmittlers, Bettina Wilhelm, setzt ihrem Großvater mit diesem Film ein Denkmal.

Donnerstag, 27. September 2012, 18 Uhr

Autumn Gem. The True Story of China’s First Feminist

[Chinesisch mit englischen Untertiteln / USA 2009 / 60 min / Regie: Rae Chang, Adam Tow]

Ein Porträt der Revolutionärin Qiu Jin (1875-1907), die radikal für Frauenrechte eintrat und einen bewaffneten Aufstand gegen die Qing-Regierung versuchte. Sie gilt heute als erste Märtyrerin der Revolution von 1911 und wird als Nationalheldin gefeiert.

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 18 Uhr

Oceanul Mare
Großer Ozean

[Original mit engl. UT / Österreich/Deutschland/Rumänien 2009 / 80 min / Regie: Katharina Copony]

Der Film zeigt das Leben dreier chinesischer Immigranten, die in den 1990er Jahren nach Bukarest kamen. Er geht dabei der Erfahrung des Fremdseins und der Entdeckung der eigenen Identität nach.

Donnerstag, 29. November 2012, 18 Uhr