
Das Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin (KIFUB) ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Kenntnis der chinesischen Sprache und Kultur im Ausland, initiiert von der Chinesischen Staatlichen Leitungsgruppe für Chinesisch als Fremdsprache ("Hanban") in Beijing. Es wurde in Kooperation von Freier Universität Berlin und Peking-Universität gegründet. Am 27. April 2006 nahm es als erstes Konfuzius-Institut in Deutschland seine Arbeit auf.
Das Konfuzius-Institut trägt mit seiner Arbeit zur Pflege der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit bei und hat sich in den letzten Jahren als wichtige Kultur- und Sprachinstitution im Berliner Raum etablieren können. Es steht für eine kompetente und breite Sprachausbildung, ist eine wichtige Plattform für interkulturellen Austausch, und bietet ein attraktives kulturelles und wissenschaftliches Programm.
Für seine Leistungen wurde das Berliner Institut vom chinesischen Bildungsministerium bereits drei Mal in Folge als Modelleinrichtung ausgezeichnet. 2010 erhielten 30 von über 300 Konfuzius-Instituten weltweit diesen Preis, davon nur 5 zum dritten Mal. Für ihre persönlichen Verdienste erhielt die Geschäftsführerin Dagmar Yu-Dembski im Dezember 2009 den Exzellenzpreis.
Ein „Erfolgsgeheimnis“ des Instituts sind seine Kooperationen: Die Peking Universität und die Freie Universität Berlin verbindet eine mehr als 30jährige Partnerschaft. Das Konfuzius-Institut an der Freien Universität stellt für beide Seiten ein wichtiges Gemeinschaftsprojekt dar. Das Institut arbeitet eng mit dem Institut für Sinologie/Chinastudien an der Freien Universität Berlin zusammen und fördert chinabezogene Projekte. Hinzu kommt die Kooperation mit anderen Fachrichtungen der Freien Universität Berlin, der Peking Universität und Partnerinstitutionen in ganz Berlin.
Die kulturellen Veranstaltungen am Konfuzius-Institut erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier steht die Zusammenarbeit und Vermittlung zwischen den Kulturen im Vordergrund. In Kunst- und Themenausstellungen, Lesungen, Konzerten, einem kontinuierlichen Filmprogramm, in künstlerischen und musikalischen Darbietungen mit chinesischen und deutschen Künstlern wird Wissen vermittelt und Begeisterung geweckt; es werden Gemeinsamkeiten entdeckt, wechselseitige Bilder und Stereotype in Frage gestellt und das Verständnis für das heutige China über den Weg der Kultur gefördert. Kalligraphie-, Malerei- und Qigongkurse und -Workshops laden zum Mitmachen ein.
In monatlichen Vorträgen und wissenschaftlichen Workshops präsentieren Sinologen, Historiker, Politik-, Sozial- und Literaturwissenschaftler ihre Forschungsergebnisse und fördern so stetig das Verständnis für das heutige China. Höhepunkt im Wissenschaftsbereich sind in diesem Jahr zwei internationale und interdisziplinäre Workshops, in Zusammenarbeit mit der Peking Universität resp. dem Institut für Chinastudien/Sinologie an der Freien Universität Berlin. Mit solchen Aktivitäten und einhergehenden Publikationen leistet das Konfuzius-Institut seinen Beitrag zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit Chinas Geschichte und Gesellschaft.
Ein wichtiger Auftrag des Konfuzius-Instituts ist die Förderung der Kenntnis der chinesischen Sprache. Das Sprachkursangebot wurde in den letzten Jahren immer stärker ausdifferenziert. So werden im Jahr 2012 aufeinander aufbauende Konversations- und Sprachkurse des modernen Hochchinesisch, Spezialkurse für Schüler und Studierende, Crash- und Intensivkurse sowie Kurse zur Vorbereitung auf die international anerkannte Sprachprüfung HSK angeboten. Auf Anfrage sind weitere, individuell gestaltete Kurse durchführbar. Alle Kurse zeichnen sich aus durch: moderate Preise; intensive Kleingruppenarbeit; hervorragend ausgebildete muttersprachliche ChinesischlehrerInnen; moderne Lehrbücher, deren Überlassung im Preis inbegriffen ist, und ein Lehr- und Lernkonzept, in dem das Hörverstehen und Sprechen Vorrang vor dem Erwerb der Schriftzeichen hat.
Neben dem differenzierten und durchlässigen Sprachkursangebot und der Abnahme staatlich anerkannter Prüfungen konzentriert sich das Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin seit 2008 auf die Aus- und Weiterbildung von Chinesischlehrern, Dolmetschern und anderen Multiplikatoren an Schulen und Kulturinstituten. Damit soll eine Standardisierung und Qualitätssicherung des Chinesischunterrichts in Berlin und deutschlandweit erreicht werden. Nach dem großen Erfolg und der dreimaligen Wiederholung der Weiterbildungsreihe für Chinesischlehrer seit 2008 bietet das Konfuzius-Institut im Jahr 2012 erstmals eine Aufbaureihe mit neuen Modulen an. Publikationen eigener Lehrmaterialien und Handbücher, maßgeschneiderte Schulungstage für Schüler und Kursangebote für Studierende an der Freien Universität Berlin als Zusatzqualifikation zur Berufsvorbereitung (ABV) begleiten diese Initiative.
Das Konfuzius-Institut verfügt über eine gut ausgestattete Bibliothek, die an vier Tagen der Woche genutzt werden kann. Der Bestand umfasst ca. 4.000 Bände. Lehrbücher, sprachdidaktische Werke zum Thema „Chinesisch als Fremdsprache“ sowie Lexika und sprachwissenschaftliche Nachschlagewerke bilden den Schwerpunkt der überwiegend englisch- und chinesischsprachigen Sammlung. Des Weiteren werden Werke zur chinesischen Geschichte und Kultur und zur klassischen und modernen chinesischen Literatur geführt. Die Medien können entliehen werden.
Die Teilnahme an unseren Schnupperkursen Chinesisch, an fast allen Veranstaltungen im Kultur- und Wissenschaftsbereich und die Nutzung der Bibliothek sind kostenfrei.
So einfach ist Chinesisch! Alle zwei Monate können Sie in unseren kostenlosen Schnupperkursen spielerisch die Aussprache und Töne des Chinesischen üben und ein paar einfache Sätze lernen. Die ganze Bandbreite unseres Veranstaltungsangebotes an einem Tag bieten wir Ihnen zu folgenden Gelegenheiten: Im April laden wir Chinainteressierte und ihre Familien anlässlich des sechsten Jahrestages unseres Bestehens zu einem „Tag der offenen Tür“ – mit einem China-Quizparcours, spektakulärer Kampfkunst sowie Schnupperkursen Chinesisch, Kalligraphie und Malerei für Groß und Klein. Anfang Juni präsentieren sich das Konfuzius-Institut und das Institut für Chinastudien/Sinologie an der Freien Universität Berlin gemeinsam in der „Langen Nacht der Wissenschaften“. Neben Kampfkunst- und Musikdarbietungen erwarten Sie interessante Kurzvorträge, Neues vom Buchmarkt, Dokumentarfilmausschnitte, und auch an diesem Tag finden laufend Einführungen in die chinesische Kultur und Sprache statt.
Das Jahr 2012 ist außerdem das Jahr der Partnerprojekte und Jubiläen: Man feiert das Deutsch-Chinesische Kulturjahr, 40 Jahre Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der VR China und der Bundesrepublik Deutschland und 6 Jahre Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin. Unsere Veranstaltungen werden jeweils aktuell auf unseren Webseiten angekündigt. Bitte informieren Sie sich dort auch über Zusatzangebote. Wir freuen uns auf Sie!