
Die chinesischen Tierspiele, die das kulturelle Gedächtnis dem Arzt Hua Tuo (华陀 ; † 208) zuschreibt, werden sowohl im Qigong als auch in der Kampfkunst geübt. Die Fünf Tiere (im Qigong: Hirsch, Affe, Bär, Kranich und Tiger) sind nicht nur den Fünf Jahreszeiten zugeordnet, sondern entsprechen in ihrer jeweiligen atmosphärischen Anmutung ganz bestimmten menschlichen Befindlichkeiten und Bewusstseinszuständen. Sie eignen sich, um Stimmungen auszugleichen oder zu unterstützen (Kranich=Leichtigkeit). In die Praxis eingestreut kommt Kulturgeschichtliches zum Tragen: das chinesische Wort und Zeichen, die Symbolkraft des Tieres, seine ästhetische Gestaltung in Bildern und im Gedicht.
Gudula Linck war von 1990 bis 2008 Professorin für Sinologie an der Universität Kiel. Ihre Qigong-Ausbildung und ihren Abschluss als Yoga-Übungsleiterin erhielt Gudula Linck u.a. an der Universität Oldenburg und am Mahindra-Institut Birstein.
Weiterer Termin, bspw. Die Tierspiele: Im Herbst der Kranich, auf Anfrage. Anmeldefrist: 23. Februar 2012, mind. 10, max. 15 Teilnehmer
Samstag, 15-18 Uhr, Sonntag, 9-12 Uhr
Zwei Termine
50 €