Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin

Lange Nacht der Wissenschaften

Peking und Shanghai: Metropolen der Moderne

Ostasiatisches Seminar, Fachrichtung Sinologie und Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin

Peking und Shanghai stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des gemeinsamen Programms der Sinologie und des Konfuzius-Instituts. Nähern wollen wir uns dem Thema im Rahmen von Vorträgen, Ausstellungen und der Vorführung von Dokumentar- und Spielfilmen. Zusätzlich erwartet Sie die spektakuläre Kampfkunst der Shaolin-Mönche (Berlin) sowie ein breites Angebot an Einführungen und Schnupperkursen, in denen große wie kleine Besucher sich über die chinesische Sprache und Kultur informieren können. Wir freuen uns auf Ihren Besuch – oder wie es in China heißt: "Huanying guanglin".

Eintritt in allen teilnehmenden Häusern der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin voraussichtlich: 12 €, ermäßigt 8 €, Kinder bis sechs Jahre frei.

Samstag, 5. Juni 2010
17-1 Uhr

Programm des Konfuzius-Instituts an der Freien Universität Berlin

Chinesische Sportarten (Raum 203)

17-17:30 Uhr

Kung Fu

Vorführung der Shaolin-Mönche (Förderverein Shaolin-Tempel Deutschland e.V.)

20:15-20:45 Uhr

Taiji und Kung Fu

Präsentation mit Einführung (Sportschule Lee)

Vorträge (Raum 203)

17:45-19:15 Uhr

China – Neues vom Buchmarkt:
Reportageliteratur und Sachbuch (Tine Hammer u.a.)

  • Xinran, Gerettete Worte, München: Droemer 2009.
  • Liao Yiwu, Fräulein Hallo und der Bauerkaiser. Chinas Gesellschaft von unten. Frankfurt: Fischer 2009.
  • Yang Xianhui, Die Rechtsabweichler von Jiabiangou: Berichte aus einem Umerziehungslager, Frankfurt: Suhrkamp 2009.
  • Zhang Yihe, Vergangenes vergeht nicht wie Rauch. Autobiografische Berichte über das Leben der Künstler und Intellektuellen in China unter Mao Zedong, Verlag Zweitausendeins 2008.
  • Susanne Messmer, China-Geschichten, Berlin: Verbrecher Verlag 2009.
  • Peter Hessler, Über Land – Begegnungen im neuen China, Berlin: BerlinVerlag 2009.
  • Petra Kolonko: Maos Enkel. Innenansichten aus dem neuen China, München: Beck 2009.
  • Sabine Dabringhaus, Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert, München: Beck 2009.

21-21:30 Uhr

Chinesischer Urbanismus
im Spiegel von Peking und Shanghai

Dr. Eduard Kögel, Technische Universität Berlin

21:45-22:15 Uhr

Online-Stadtmarketing in China:
Die City-Webseiten von Shanghai und Peking im Vergleich

Dipl.-Kffr. Simona Thomas, M.A.; Freie Universität Berlin

22:30-0 Uhr

China – Neues vom Buchmarkt:
Belletristik (Tine Hammer u.a.)

  • Mo Yan, Die Sandelholzstrafe, Frankfurt: Insel 2009.
  • Yu Hua, Brüder, Frankfurt: Fischer 2009.
  • Li Er, Koloratur, Stuttgart: Klett-Cotta 2009.
  • Ma Jian, Peking-Koma, Reinsbek: Rowohlt 2009.
  • Yan Lianke, Der Traum meines Großvaters, Berlin: Ullstein 2009.
  • Guo Xiaolu, Ein Ufo dachte sie, München: Knaus 2009.
  • Li Yiyun, Die Sterblichen, München: Hanser 2009.
  • Francois Cheng, Der lange Weg des Tianyi, München: dtv 2009.
  • Dai Sijie, Wie ein Wanderer in mondloser Nacht, München: Piper 2009.

Chinesische Musik (Raum 102)

21:30-22, 22:30-23 Uhr

Traditionelle und moderne Stücke auf Zither, Kürbis- und Bambusflöte

Schnupperkurse Chinesisch für Groß und Klein
(Raum 10/11)

17:40-18:10, 19:30-20 Uhr

Chinesisch für Kinder

20-20:30, 22-22:30, 23–23:30 Uhr

Chinesisch für Erwachsene

Einführungen, Schnupperkurse, Präsentationen

17:40-18:10, 19:30-20, 20:30-21 Uhr

Kalligrafie (Raum 103)

18:30–19 Uhr

Tuschmalerei für Kinder (Raum 103)

17-19, 20:30-21, 23-0 Uhr

Ihr Name auf Chinesisch:
Sie haben noch keinen chinesischen Namen? Kein Problem – hier bekommen sie ihn! (Raum 102)

18-18:30, 20:30-21, 22:30-23 Uhr

Chinesisch am PC –
Wie gebe ich eigentlich chinesische Schriftzeichen am Computer ein? (Raum 100)

20:00-20:30 Uhr

Tuschemalerei (Raum 103)

Ausstellung (Raum 102)

fortlaufend ab 17 Uhr

Cai Yuanpei –
Der chinesische Humboldt

Nahaufnahme Peking:
Dokumentar- und Spielfilme (Raum 100)

17 Uhr

Beijing 798 –
Die chinesische Avantgarde
(D 2007, 52 Min.)

Regie: Mathias Frick

"Beijing 798" beschreibt den Weg der ehemaligen Munitionsfabrik, die in den 1950er Jahren von DDR-Ingenieuren im Bauhaus-Stil errichtet wurde und sich seit 2000 zum Zentrum der chinesischen Off-Kunstszene entwickelt hat. Frick lässt Sammler, Galeristen, Kritiker, Kuratoren und natürlich die Künstler selbst zu Wort kommen: Yang Shaobin, Wang Shugang, Fang Lijun, Xie Nanxing, Ai Weiwei u. a.m.

19 Uhr

Beijing Bubbles –
Punk und Rock in Chinas Hauptstadt
(D 2005, 82 Min., OmU)

Regie: Susanne Messmer und George Lindt

Der Film begleitet fünf Pekinger Punk- und Rockbands – Joyside, Hang on the Box, Sha Zi, New Pants und T9 – in ihrem Alltag und bei Konzerten. Er zeigt, dass es auch in einer Stadt, die zunehmend verwestlicht, Nischen gibt, in denen fernab des Mainstreams experimentiert wird. Das Lebensgefühl, das er transportiert, scheint durch die Ostberliner Punkszene der 1980er Jahre seltsam vertraut.

21 Uhr

Beijing Bycicle (China 2001, FSF 12, 109 Min.)

Regie: Wang Xiaoshuai

Zwei Beijinger Teenager streiten sich um ein Fahrrad, werden aber schliesslich zu Freunden. «Beijing Bicycle» ist unverkennbar ein Beinahe-Remake von Vittorio De Sicas Klassiker «Fahrraddiebe». An Stelle der Nachkriegsarmut in Italien tritt Beijing im Umbruch zwischen Tradition und Marktwirtschaft.

23 Uhr

I love Beijing (China 2001, 86 Min., OmU)

Regie: Ying Ning

Der Film folgt dem rastlosen Taxifahrer Dezi auf seinen Touren durch das pulsierende Beijing. Im Wechsel zwischen fiktionaler Erzählhaltung und dokumentarischer Beobachtung schildert Ying das Leben des Taxifahrers einerseits und die Suche Beijings nach der eigenen Identität zwischen alten Werten und einer unbekannten Zukunft andererseits.

Sonstiges (UG)

Buchverkauf

Programm der Fachrichtung Sinologie/Chinastudien an der Freien Universität Berlin

Ort: Ehrenbergstr. 26-28/Goßlerstr., 14195 Berlin
Infos: www.fu-berlin.de/sinologie

Vorträge mit Diskussion (Raum 009)

19:15-19:45 Uhr

Shanghai, 1967:
Kulturrevolution – von der Hoffnung der Jugend zur Militärdiktatur

Hauke Neddermann, M.A., Freie Universität Berlin

20:00-20:30 Uhr

Peking, 1900:
Die Boxer und der deutsche Kolonialkrieg

Prof. Dr. Dr. h.c. Mechthild Leutner, Freie Universität Berlin

Nahaufnahme Shanghai:
Spielfilme (Raum 110)

18 Uhr

Suzhou River (2000, 83 Min., OmU)

Regie: Lou Ye

"Suzhou River" spielt im Milieu der Bartänzerinnen und Kleinganoven und erzählt zwei märchenhaft ineinander verschränkte Liebesgeschichten. Im Zentrum steht dabei stets der Suzhou-Fluss, dessen schmutzig-braunes Wasser träge Shanghai durchfließt. Als Gegengewicht fügen sich blinkende Neonlichter, rasante Schnitte und wilde Kamerabewegungen zu einer verspielt-exzessiven Pop-Ästhetik.

19.30 Uhr

The Goddess (1934, 85 Min., Stummfilm)

Regie: Wu Yonggang

Der Film erzählt die Geschichte einer alleinstehenden Mutter, die sich prostituiert, um ihrem einzigen Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen. Dabei ist sie schutzlos der Gewalt von Polizei und Kunden ausgeliefert. Wu stellt die Frau aber nicht einseitig als Opfer dar, sondern zeigt auch Momente der Selbstbestimmung und des Empowerment.

21 Uhr

Shanghai Serenade (1995, 108 Min., OmU)

Regie: Zhang Yimou

Der 14-jährige Shuisheng wird von seinem Onkel aus der Provinz ins Shanghai der 1930er Jahre geholt. Im Haus des mächtigen Triaden-Chefs Tang soll er dessen Geliebter dienen. Brutale Gangsterkriege zwingen den Tang-Clan zur Flucht auf eine entlegene Insel. Aber die ländliche Idylle trügt. Schon prallen die verfeindeten Mafia-Banden wieder aufeinander.

23 Uhr

Street Angel (1937, 91 Min., OmEngU)

Regie: Yuan Muzhi

Zwei gutgläubige Schwestern geraten auf ihrer Flucht vor dem Krieg vom Regen in die Traufe: Ihr Vermieter zwingt Xiao Yun in die Prostitution. Als ihnen klar wird, dass Xiao Hong an einen reichen Herrn verkauft werden soll, bitten die Frauen einen benachbarten Musiker und dessen eigenwillige Freunde um Hilfe. In erster Linie ein Drama, hat der Film auch einige komödiantische Einlagen.

Ausstellung (1. OG)

fortlaufend ab 17 Uhr

City Moves:
Momentaufnahmen von Stadträumen in Shanghai, Peking und Berlin

präsentiert von stadtkultur international e.V.

Eröffnung um 17 Uhr mit einem einführenden Vortrag der Aussteller, Link zur aktuellen Ausstellung

Präsentationen, Schnupperkurse

18:30-19, 20:20-20:50 Uhr

Chinesisch für Kinder (Raum 109)

fortlaufend ab 17:00 Uhr

Präsentation zu Forschung und Lehre der Sinologie/Chinastudien

Vorstellung der Arbeitsschwerpunkte; E-Learning-Präsentation (Raum 106)

Sonstiges (1. OG)

fortlaufend ab 17:00 Uhr

Büchertisch; Beratung zum Studienangebot der Sinologie/Chinastudien, zu Praktikumsmöglichkeiten und Sprachaustausch

Kunst in der Metropole: Installation 'Sweeping' des chinesischen Bildhauers Wang Shugang / Foto: Mathias Frick / Quelle: Julia Doernen, Courtesy ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
Ständig in Bewegung: Shanghai / Foto: Thomas Birke
Auch das traditionelle China hat seinen Platz in chinesischen Metropolen / Foto: Francisco Diez