Ausstellungen

Die Poesie des Miao-Volks

Wang Lan

Die in Berlin lebende Künstlerin Wang Lan stellt einige ihrer bestickten Wandbilder aus, auf denen sie Szenen vom Alltag der Miao-Nationalität dargestellt hat. Trotz des entbehrungsreichen Lebens des Bergvolkes in der Provinz Guizhou ist seine Kleidung gerade durch farbenprächtige, leuchtende Motive von Menschen, Tieren und Pflanzen geprägt.

Wang Lan, die in Guiyang, Shanghai und Kassel Malerei und Modedesign studiert hat, wird in ihrem Vortrag zur Eröffnung der Ausstellung die traditionellen Muster und Farben der Miao-Kleidung beschreiben und die Abwandlung der Motive in ihren ausgestellten Bildern aufzeigen.

14. Januar bis 4. Februar 2010


Ein ganzes Jahr lang Glück:
Neujahrsbilder aus Weifang

Am 14. Februar 2010 beginnt nach dem chinesischen Mondkalender das Jahr des Tigers. Traditionell werden zur Feier des chinesischen Neujahrsfestes Bilder aufgehängt, die ein erfolgreiches und glückliches Jahr symbolisieren.

Die Drucke zeigen Szenen aus Legenden, Türgötter zum Schutz der Familie, wohlgenährte Kinder und Glück verheißende Motive wie Fisch, Elster oder Hahn. Die ausgestellten Neujahrsbilder wurden 1985 von Dagmar Yu-Dembski aus den Werkstätten von Weifang (Provinz Shandong) mitgebracht.

11. Februar bis 11. März 2010


Wahlverwandtschaften:
Collagen

Petra Zeidler-Häßle

Mit ihren so originellen wie hintersinnigen Collagen offenbart Petra Zeidler-Häßle einen verspielten Blick auf China bzw. chinesische Kunst, Schriftzeichen und andere Träger chinesischer Kultur, welche ihr im Alltag begegnen und die Semiotikerin visuell gefangen nehmen. Die kleinformatigen, detailreichen Collagen, die thematisch geordnet zu größeren Einheiten zusammengefügt werden, laden zu genaueren Erkundungen und zum Schmunzeln ein. Sie zeugen von Zeidler-Häßles intimer Kenntnis abendländischer und zeitgenössischer chinesischer Kunst, vor allem aber von ihrem Anliegen, die Gemeinsamkeiten zwischen chinesischer und westlicher Kultur und Lebensweisen in Szene zu setzen.

18. März bis 7. Mai 2010


Cai Yuanpei:
Der chinesische Humboldt

Als erster Bildungsminister der Republik China 1912 und späterer Rektor der Peking Universität setzte sich Cai Yuanpei für Humboldts Bildungsideal ein. 1868 in Shaoxing geboren, verfolgte er zunächst eine klassische konfuzianische Ausbildung; nach dem Sturz der Qing-Dynastie erwachte jedoch sein Interesse für westliches Wissen und Kultur. In einem Brief an einen Freund schrieb er: "Wenn ich zum Studium ins Ausland gehe, muss es einfach Deutschland sein, sonst nichts." 1907 ging sein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, er kam zum Studium nach Berlin. Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Peking-Universität und dem Konfuzius-Institut Leipzig schildert Cai Yuanpeis Leben im Kontext seiner Bildungskonzeption.

13. Mai bis 24. Juni 2010


Alltag chinesischer Studenten in Deutschland:
Eine historische Spurensuche

Seit dem Ende des Kaiserreiches 1911 suchte China nach Wegen, sich von überholten Traditionen zu lösen. Westliche Bildung wurde als Chance für die Modernisierung der jungen Republik gesehen. Studenten und junge Akademiker erhielten Stipendien und staatliche Förderung, um im Ausland moderne Wissenschaften und Kultur kennenzulernen. Die Ausstellung begibt sich auf Spurensuche nach dem Leben der Chinesen in Deutschland und schildert Alltag und Freizeit von Künstlern, Wissenschaftlern und politischen Aktivisten.

Die Ausstellungseröffnung stellt den Auftakt dar zu der interdisziplinären, deutsch-chinesischen Germanistentagung "Annäherung der Außenseiter? Kulturelle Wechselbeziehungen zwischen Deutschland und China in der Zwischenkriegszeit".

Interdisziplinäre Tagung des Zentrums für Deutsche und Niederländische Philologie an der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Zentrum für Deutschlandstudien (ZDS) an der Peking Universität, China / Einführung: Dr. Jiang Feng, Gesandter-Botschaftsrat der Botschaft der VR China in Deutschland / Musik: Qi Shi Yu (Klarinette)

12. Juli bis 29. Juli 2010 & 16. bis 23. August 2010

Wunderpferd und Tigerprinz:
Bilder und Buchillustrationen

Chen Jianghong

Ob "Han Gan und das Wunderpferd", "Der Tigerprinz" oder sein jüngstes Werk "An Großvaters Hand" – fast Jeder hat schon eines von Chen Jianghongs grandios gezeichneten Bilderbüchern in der Hand gehabt. Chen wurde vielfach ausgezeichnet und wird international ausgestellt – und doch haftet seinem Werk eine große Bescheidenheit an: Es ist authentisch, es berührt Große und ganz Kleine, vor allem aber bringt es das alte China unmittelbar näher. Chen wird seinen Berlin-Aufenthalt auch dazu nutzen, einen Workshop am Konfuzius-Institut zu geben. Der Künstler wird selbst eine Einführung zu seinem Werk geben und für Gespräche bereitstehen.

26. August bis 23. September 2010


Verdiente Freiheiten:
Unternehmerinnen in China (Fotodokumentation)

Dr. Silvia Kettelhut / Eva Woelfle

Die großformatige Roadshow erzählt die Geschichten von Existenzgründerinnen in Shanghai zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Dabei steht die Frage nach der Verbindung zwischen Unternehmerinnen und nachhaltiger Entwicklung im Vordergrund.

Silvia Kettelhut ist Sinologin und Übersetzerin für chinesische Literatur. Sie ist Autorin mehrerer Bücher über Shanghai in den 1920er Jahren und die Beziehungen zwischen Shanghai und Deutschland. Eva Woelfle arbeitet im Kulturmanagement und als freie Journalistin. Ein Projekt der Wirtschaftsakademie Berlin brachte sie 1999 nach Shanghai. Sie wird einen einführenden Vortrag zu dem Projekt halten.

7. Oktober bis 18. November 2010


Flusslandschaften

Wolfram Wickert

Wolfram Wickert, mit Künstlernamen Lao Lang (Alter Wolf), ist mit Formen der Malerei bekannt geworden, die gleichermaßen anspruchsvoll wie verschiedenartig sind: mit konsumkritischer, politischer oder frecher Pop Art; mit meisterlicher Kalligraphie und chinesischer Tuschmalerei sowie mit Lasurmalerei kulturhistorischer Flusslandschaften, vom Rhein, der Havel oder des Yangzi. Letztere Arbeiten werden am Konfuzius-Institut präsentiert.

Wolfram Wickert ist in Shanghai geboren, in Tokio, Heidelberg und Paris aufgewachsen. Er hat Sinologie, Politik und Geschichte studiert und war Jahrzehnte im Diplomatischen Dienst tätig. Sein mehrfach ausgezeichnetes künstlerisches Werk wird im In- und Ausland ausgestellt.

25. November bis 16. Dezember 2010


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