Ausstellungen

Die Faszination der Schriftzeichen

Die Ausstellung "Die Faszination der Schriftzeichen" bietet einen Einblick in die Entwicklung der chinesischen Schrift. Wir zeigen Ihnen die "Vier Schätze der Schreibstube": Pinsel, Papier, Tusche und Tuschstein, die über Jahrhunderte der Grundstein für die schriftliche Kommunikation waren. Eine - längst veraltete - chinesische Schreibmaschine verdeutlicht den Wandel in der Schriftverarbeitung vom Anfang der Mechanisierung bis hin zu aktuellen speziellen Druckformen und der Anwendung eines Computers. Wir stellen Ihnen modernste technische Software vor, mit der das Lernen zum Spiel wird und zeigen unterschiedliche Medien, Schulbücher und Lexika, mit denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene an die chinesische Sprache herangeführt werden.

Mai 2006


Die 1950er Jahre in China

"Hier entsteht eine vollkommen neue Welt, man baut ein neues, freies China." (Eva Siao)

Ziel dieser Ausstellung ist es, einen Überblick über die Geschehnisse in den Gründerjahren der Volksrepublik zu geben und dadurch ein Verständnis zu schaffen für den großen "Umbruch", den das Reich der Mitte damals politisch und gesellschaftlich vollzogen hat.

Die Faszination dieser Zeit, die China auf Menschen in der ganzen Welt ausübte und die Phantasie vor allem der Europäer bewegt hat, war der Mythos von der Kraft und Entschlossenheit eines sich selbst befreienden und gestaltenden Volkes in dem Glauben und mit der Hoffnung, eine gerechtere und friedliche Gesellschaft aufzubauen.

Ausgehend von der durch Kriege gezeichneten Vorgeschichte bildet das Gründungsjahr 1949 den Startpunkt dieser Dokumentation. In den folgenden Tafeln werden die gesellschaftlichen Umbrüche exemplarisch auf dem Land und in den Städten aufgezeigt. Die Poster zur ,,Befreiung der Frauen“ verdeutlichen die tiefgreifenden Veränderungen in den Geschlechterbeziehungen beim Wandel der traditionellen chinesischen Gesellschaft. Die Tafeln zur Entwicklung der sino-sowjetischen Beziehungen geben Aufschlüsse über die weltpolitische Situation und Machtkonstellation der Zeit.

  • 1949 - Jahr der Befreiung
  • Transformation auf dem Land und in der Stadt
  • Frauen: Die Hälfte des Himmels
  • Außenbeziehungen

Die Ausstellung entstand im Rahmen des Seminars "Die 1950er Jahre — neu bewertet?" 2005/2006 in der Fachrichtung Sinologie der Freien Universität Berlin.

Mai 2006


China im Aufbruch: Die 1950er Jahre in Fotografien von Eva Siao

1949 kehrt die Fotografin Eva Siao nach China zurück und lebt mit ihrem Mann, dam Lyriker Xiao San, in einer kleinen Gasse Pekings. Sie dokumentiert mit ihrer Kamera die ersten Jahre der jungen Volksrepublik China. Zunächst sucht sie ihre Motive in der engeren Umgebung. Es sind die Menschen ihrer Wohngegend, Frauen und Kinder, Handwerker und Händler, Markt- und Straßenszenen ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, die sie faszinieren. Eva Siaos Bilder unterscheiden sich von den gängigen Reportagefotos, ihre Aufnahmen entziehen sich jeder spektakulären Aufbereitung. Nicht das Außergewöhnliche findet ihr Interesse, nicht dem Exotischen und Fremden ist sie auf der Spur, stattdessen präsentieren ihre Aufnahmen den schlichten Alltag in seiner Besonderheit. Blickt man auf ihr fotografisches Oeuvre, das hauptsächlich in den Jahren 1953 bis 1960 entstand, wird deutlich, wie bewusst sie auf ihren Streifzügen durch die Stadt ihre Motive auswählt, geprägt von ihrem einfühlsamen, von Sympathie getragenen Interesse an den Menschen. Eva Siao will mit ihren Bildern eine "Botschaft" vermitteln, sie will ihre Sicht von China zeigen. Dieses Bild wird jedoch nicht plakativ in Szene gesetzt, wird nicht als Auflistung der Aufbauleistungen des Landes dargestellt und lässt auch jedes überhöhte Pathos vermissen. Im Gegensatz zu der Auffassung eines "sozialistischen Realismus", nur positive und optimistische Abbilder der Realität zu dokumentieren, vertritt sie den Standpunkt, dass gerade nicht gestellte Aufnahmen, "den optimistischen Willen zeigten, das neue China aufzubauen." (Eva Siao)

Mai 2006


Jenseits der Großen Mauer

Ekkehard Stoevesand

Der Berliner Künstler Ekkehard Stoevesand präsentiert seine Ölbilder, die während seines Aufenthalts als Gastprofessor an der Kunstakademie Tianjin entstanden sind. In diesem Jahr war er zu einem Arbeitsaufenthalt in Peking eingeladen und hat seine Werke in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Peking ausgestellt.

25. August bis 25. September 2006


Chinabilder

Fritz Kreidt

Der deutsche Künstler Fritz Kreidt präsentiert China-Impressionen. Zeichnungen und Ölbilder.

30. November 2006 bis 30. Januar 2007


Impressionen aus dem Chinesischen Garten

Jutta Wollenweber

2. März bis 2. April 2007


Fotografien von Wang Fang: Beijing in Bewegung

Wang Fang

16. April bis 1. Juni 2007


Texte und Gedanken zur chinesischen Medizin

Prof. Dr. Paul Unschuld

Prof. Dr. phil. Dr. med. Paul Unschuld, Direktor des Horst-Götz-Stiftungsinstituts für Theorie, Geschichte, Ethik Chinesischer Lebenswissenschaften an der Charité Berlin stellt Teile seiner Rollbilder-Ausstellung vor. Sie gibt einen Überblick über Grundprinzipien der Chinesischen Medizin, ihre wichtigsten Vertreter sowie Therapie- und Diagnoseverfahren.

9. Juni bis 9. Juli 2007

Die Poesie chinesischer Zeichen

Jin Dongfan

Die Hongkonger Künstlerin Jin Dongfang setzt sich in ihren Arbeiten mit dem bildhaften Charakter chinesischer Schriftzeichen auseinander und versucht deren innere "Weisheit" sichtbar zu machen. Ihre Themen umfassen Peking-Opernfiguren und Gestalten aus chinesischen Legenden. Die Künsterlin wir auch während ihres Berlin-Aufenthaltes auch den Malerei/Kalligraphie-Kurs leiten.

20. Semptember bis 31. Oktober 2007

Auf den Spuren chinesischer Münzgeschichte

Joachim Krüger

Joachim Krüger beschäftigt sich seit Jahren mit chinesischen Münzen als Zeugnisse der Geschichte und Kultur des „Reiches der Mitte“. Auf Reisen erworbene Objekte waren Anlass für Forschungen zur Sinonumismatik und für verschiedene Publikationen zum Thema. In der Ausstellung werden Exponate aus der Sammlung Krüger vorgestellt und im Kontext der chinesischen Kulturgeschichte präsentiert.

26. Oktober bis 26. November 2007


Chinesen in Berlin

Dagmar Yu-Dembski

Die Ausstellung schlägt einen Bogen von den ersten Chinesen, die 1823 nach Berlin kamen, wo sie in den Dienst beim Preußischen König traten, über die „eleganten jungen Herren Studenten“ der 30er Jahre und die Händler am Schlesischen Tor zu den deutsch-chinesischen Ehen und den Chinarestaurants der Gegenwart.

9. Januar bis 14. März 2008


Der andere Blick

Die Fotos chinesischer Studenten und Akademiker präsentieren ihre ganz eigene Sicht auf unsere Umwelt. Die subjektive Wahrnehmung wird in realistischen oder auch poetisch-fiktionalen Schwarz-Weiß- und Farbbildern realisiert.

28. Februar bis 2. April 2008


Peking im Aufbruch: Olympische Spiele 2008

Wang Fang

Am 8. August 2008 werden in Beijing die Olympischen Spiele eröffnet. Die Künstlerin Wang Fang hat in ihrer Heimatstadt den Modernisierungsprozess und die Veränderungen im Stadtbild in ihren Fotografien festgehalten. Die großformatigen Bilder zeigen die Bauarbeiter vor den modernen Konstruktionen wie in klassischen chinesischen Landschaftsdarstellungen — winzige Gestalter für die hochmodernen Bauwerke der Olympischen Spiele.

12. Mai bis 10. Juni 2008

Momente der Erinnerung

Yafang Qi

Die Künstlerin Yafang Qi ist ausgebildete Keramikerin und hat in der berühmten Porzellanstadt Jingdezhen ihre Ausbildung absolviert. Neben der Porzellanherstellung arbeitet sie als Malerin und Kalligraphin. In der Ausstellung zeigt sie ihre an klassischen chinesischen Vorbildern orientierten Rollbilder.

3. April bis 7. Mai 2008

Die Kunst des Schreibens: Eine Fotoausstellung

Joachim Kunzendorf

Joachim Kunzendorf hat die Kalligraphiekurse des Konfuzius-Instituts an der Freien Universität Berlin fotografisch begleitet. Seine Bilder lenken den Blick auf den künstlerischen Prozess des Schreibens und vermitteln neue eindrucksvolle Perspektiven sowohl von der Schönheit der Zeichen als auch der Schreibkunst.

16. Juni bis 22. Juli 2008


Schwebende Elemente

Brigitta Zeumer

Brigitta Zeumer war Schülerin von Karl Anton Räderscheidt und veranstaltete schon früh Einzelausstellungen. Bei ihren Arbeiten fühlt man sich unwillkürlich an die ostasiatische Kunst der Kalligraphie erinnert. Besonders Chinesen finden in ihren Bildern ihre Auffassung von Malerei wieder: Sparsamkeit der Mittel und Reduktion der Farbpalette auf die Farben Rot, Blau und Gelb, ergänzt durch schwarze Tusche.

28. Juli bis 4. September 2008


Pekingoper: Traum und Leben

Das chinesische Musiktheater, ein gesungenes und getanztes Drama, ist eine spezifische Kunstform mit einer langen Tradition. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich verschiedene Stile herausgebildet, die bei uns meist unter dem Begriff "Pekingoper" bekannt sind. Die Ausstellung wird die verschiedenen Rollen - General, Gelehrter, junge Frau, komische Alte etc. - präsentieren. Besonders beliebt sind die Geschichten über den Affenkönig Sun Wukong.

10. September bis 9. Oktober 2008

Chinesische Malerei

Chen Zhong

Der Künstler Chen Zhong aus Nanjing kann als Literatenmaler der heutigen Zeit bezeichnet werden, der sowohl in Literatur als auch in Musik, Schach und Malerei ausgebildet ist. Seine Werke, die von Schlichtheit und Ursprünglichkeit geprägt sind, verbinden die chinesische Tradition spiritueller Bildgestaltung mit westlichen Formen künstlerischen Ausdrucks.

15. Oktober bis 15. Dezember

Urbane Landschaften

Klaus R. Kunzmann

Klaus R. Kunzmann, Professor am Institut für Raumplanung der Universität Dortmund, war in den vergangenen zehn Jahren für Vortragstätigkeiten in Japan und China unterwegs. Als Raumplaner hat er ein geschärftes Auge für moderne Stadtlandschaften. Die urbanen Wider- sprüche reizen ihn ebenso wie kleine Ausschnitte scheinbar nebensächlicher urbaner Orte, die er mit dem Zeichenstift festhält und dokumentiert.

21. Januar bis 30. März 2009


Schriftbilder der Sprache: Chinesische Kalligraphien

Chung Wei Jie

Gezeigt werden 120-200 cm lange Textil- und Papierbahnen mit kalligraphisch gestalteten Texten chinesischer Weisheit und Begriffen der philosophischen Welten des Konfuzius, des Zen-Buddhismus und des Taoismus, in jeweils unterschiedlichen traditionellen Schriftstilen. Chung Wei Jie, geboren 1938, Nachkomme in 75. Generation des Konfuzius-Jüngers Zhong You, studierte in Beijing westliche Naturwissenschaft und chinesische Traditionen. Die graphische Gestaltung von Schriftzeichen mit dem Pinsel wurde in seiner Familie hoch geschätzt, und bereits in seiner Kindheit erhielt Chung Unterricht bei namhaften Kalligraphen.

3. April bis 13. Mai 2009


"Jianzhi": Chinesische Scherenschnitte der Bäuerinnen am Gelben Fluss

Ingrid Jansen

Die bescheidene Kunst traditioneller chinesischer Scherenschnitte war lange das Stiefkind „seriöser“ Künstler und Kunstsammler in China und außerhalb des Landes. Seit Ende der 1990er Jahre aber wird ihre Ausdruckskraft und technische Meisterschaft neu entdeckt. Die Ausstellung zeigt eine Palette naiver und volkstümlicher Stücke, die mit ihrer reichen Symbolsprache gute Einflüsse ins Haus holen, böse Geister abwehren, Legenden erzählen oder das bäuerliche Leben darstellen. Ingrid Jansen hat die Scherenschnitte und ihre Schöpferinnen auf ihren Reisen am Gelben Fluss während der späten 1980er Jahre für sich entdeckt. Inzwischen umfasst ihre Sammlung an die 4.000 Scherenschnitte.

20. Mai bis 11. Juni 2009


Übergänge. Eine Fotoausstellung

Simona Thomas

China hat in den letzten Jahrzehnten rasante Veränderungen wie kaum ein Land der Welt erfahren. In ihrem Fotoprojekt zeigt Simona Thomas Bilder, die den Betrachter mit Vergangenem und momentanen Eindrücken konfrontieren. Entstanden ist eine Auseinandersetzung mit räumlicher und zeitlicher Verortung der heutigen chinesischen Wirklichkeit. Simona Thomas ist Diplom-Kauffrau und Sinologin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre fotografische Ausbildung begann im Jahr 2002 am "Photocentrum am Wassertor", Berlin; von 2004 bis 2006 war sie in der Fotoklasse Thomas Michalak. Weitere Projekte: 2005 Gruppenausstellung "Stadt – Land – Fluss", Projekt "Eisenacher Strasse"; 2006 Gruppenausstellung "Neue Wirklichkeit!? Zwischen Konzept und Dokument", Buchpräsentation "AT WORK".

14. Juni bis 27. August 2009


Reflektionen. Gemälde

Ekkehard Stoevesand

Ekkehard Stoevesand studierte Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin und Malerei an der Kunstakademie Hannover. Er lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Berlin. Im Jahr 2000 war er zum ersten Mal Gastprofessor an der Akademie der Künste in Tianjin. Seitdem hat er China ausgiebig bereist. Stoevesands Werk lebt vor allem von einem Kontrast – zwischen vordergründiger Härte und tiefer verborgener Sinnlichkeit. Seine starken, farbintensiven Kompositionen, die weniger abstrahierend sind als dass die Wirklichkeit sich wie von selbst in ihnen auflöst, zeugen von Unabhängigkeit, Rastlosigkeit. Kann der Betrachter sich auch nie in Sicherheit wiegen, so wird er auf den zweiten und dritten Blick doch Vieles entdecken. Die am Konfuzius-Institut ausgestellten Bilder reflektieren seine Eindrücke während seiner Arbeitsaufenthalte in Beijing und Tianjin.

03. September bis 08. Oktober 2009


Malend reisen

Sun Jianping 孙建平

Sun Jianping ist Professor für zeitgenössische Ölmalerei an der Tianjiner Akademie der Künste und ein Schüler Zhao Wujis, des Wegbereiters der Verschmelzung traditioneller Tusch- mit westlicher abstrakter Ölmalerei in China. Inzwischen ist er einer der wichtigsten Vertreter dieser Strömung, hat die Tianjiner Kunstszene enorm gestärkt und wird selbst weltweit ausgestellt. Viele der Bilder, die auf seinen Reisen in Europa und Asien entstanden sind, wirken einerseits wie flüchtige Momentaufnahmen, in denen Farbe, Licht und Dynamik primäre Gestaltungsmerkmale sind, gleichzeitig aber zeugt ihre expressionistische Pinselführung von Tiefe, Kraft und technischer Virtuosität. Die bewegende Erfahrung des Fremden haftet all diesen Werken an.

15. Oktober bis 29. Oktober 2009


My China: Fotowettbewerb und -Ausstellung

Das Konfuzius-Institut an der Freien Universität lädt alle China-Interessierten, Chinesisch-Lerner und Studierende an Universitäten in Berlin und Brandenburg zur Teilnahme am Fotowettbewerb My China ein. Vielleicht waren Sie ja in einer Gegend, in die es nur Wenige verschlägt oder Sie haben einfach zur richtigen Zeit auf den Auslöser gedrückt… Zeigen Sie uns und Anderen Ihre ganz persönliche Sicht auf dieses faszinierende und facettenreiche Land.

Eine Jury kürt die 15 besten eingereichten Motive, die ab 3. November 2009 im Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin ausgestellt werden. Der erste Platz wird prämiert.

04. November bis 22. Dezember 2009


Veranstaltungsprogramm –
Auswahl